Kurz gesagt: Auf glattem Beton und Epoxidharz-Beschichtungen sind Rollen mit Polyurethan-Lauffläche (PU) meist die beste Wahl: leise, leichtgängig, tragfähig und spurarm. Wo es besonders bodenschonend und leise sein soll, eignen sich Elastikgummi und TPE. Harte Rollen aus Polyamid (PA) oder Polypropylen laufen am leichtesten, können aber empfindliche Beschichtungen beschädigen und sind lauter.

Übersicht: Lauffläche nach Untergrund

Untergrund Empfohlene Lauffläche Warum
Glatter Industriebeton Polyurethan, Polyamid Hohe Tragkraft, geringer Rollwiderstand, wenig Verschleiß
Epoxidharz-/Kunstharzbeschichtung Polyurethan, TPE, Elastikgummi (grau, spurlos) Schonend zur Beschichtung, keine Abriebspuren, leise
Fliesen, Linoleum, PVC TPE, Elastikgummi Leise, gute Dämpfung, hinterlässt keine Spuren
Unebener Beton, Fugen, Hof Elastikgummi, Vollgummi, größerer Durchmesser Dämpft Stöße, rollt besser über Kanten
Kühlhaus, Nassbereich Polyurethan oder TPE mit Edelstahlgehäuse Unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Reinigungsmittel

Polyurethan (PU): der Allrounder für Hallenböden

PU-Laufflächen verbinden hohe Tragkraft mit leisem, ruhigem Lauf. Sie verteilen den Druck gut, schonen Beton und Beschichtungen und hinterlassen in der Regel keine Spuren. Für Werkstattwagen, Transportwagen und Rollbehälter auf glatten Böden sind sie die häufigste Empfehlung.

Elastikgummi und TPE: wenn es leise und spurlos sein soll

Elastikgummi und thermoplastische Elastomere (TPE) federn Stöße ab und sind besonders bodenschonend. Graue, nicht färbende Laufflächen gelten als spurlos und eignen sich für helle Epoxidböden, Verkaufsräume und Labore. Der Rollwiderstand ist etwas höher als bei PU oder Polyamid.

Polyamid und Polypropylen: hart und leichtgängig

Harte Kunststoffräder rollen auf glattem Beton sehr leicht und sind günstig. Auf Beschichtungen und Fliesen können sie Kratzer verursachen und sind deutlich lauter. Sie eignen sich vor allem für rohen Industriebeton und Bereiche, in denen Lärm keine Rolle spielt.

Worauf Sie außerdem achten sollten

  • Tragkraft: Gesamtgewicht durch Anzahl der Rollen teilen und 30–50 % Reserve einplanen.
  • Raddurchmesser: Größere Räder (125–200 mm) rollen leichter über Fugen und Schwellen.
  • Lager: Doppelkugellager laufen am leichtesten unter Last, Rollenlager sind robust bei Stößen.
  • Feststeller: Ein Totalfeststeller blockiert Rad und Schwenkkopf – wichtig beim Be- und Entladen.

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